Pressemitteilungen

Elbphilharmonie, Opernhaus Oslo, Kulturpalast Dresden, Theater Heidelberg:
Verantwortliche spektakulärer Kulturbauten diskutieren im Kölner MAKK am 18. Juni 2019 um 19 Uhr.

Dresdener Kulturpalast: der neue Konzertsaal (Foto: Markenfotografie=

Der neue Konzertsaal im Dresdener Kulturpalast (Foto: Markenfotografie)

Die letzten beiden Abende im Rahmenprogramm von „GROSSE OPER – VIEL THEATER“ führen Verantwortliche von vier der spektakulärsten Kulturbauprojekte der letzten Jahre ins Museum für Angewandte Kunst Köln. Am 4. Juni ging es um die Elbphilharmonie Hamburg und das Opernhaus Oslo, es sind Neubauten, die zeitgleich mit ihrer Eröffnung zum Wahrzeichen ihrer Städte wurden. Auch, weil sie außer ihrer unmittelbaren Funktion als Kulturbau zugleich öffentlich zugänglicher Raum sind. (Siehe Klassikfavori-Kritik)

Am Dienstag, dem 18. Juni soll es um die Frage Sanierung oder Neubau gehen. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera? Sanierungen gehen zwangsläufig mit dem Risiko unvorhergesehener Komplikationen einher und setzen den Optimierungsmöglichkeiten Grenzen. Neue Bühnenbauten sind zunächst einmal geschichtslose Orte, die sich ihre Bedeutung in der Stadt erst schaffen müssen. Sind Bauten, die beides sind, eine Kombination der Nachteile oder entsteht daraus eine besondere Qualität? Der Dresdner Kulturpalast und das Theater Heidelberg stehen im Fokus, Häuser, die saniert und erweitert wurden.

Christian Hellmund, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Felix Waechter, Waechter + Waechter Architekten
Moderation: Andrea Jürges / Yorck Förster (Deutsches Architekturmuseum)

Das Publikum erwartet nach einem Impuls-Referat eine moderierte Diskussion, bei der es eingeladen ist, sich aktiv zu beteiligen.
Di 18. Juni 2019, 19 Uhr
Overstolzen-Saal, MAKK
An der Rechtsschule 50667 Köln
EINTRITT FREI

Saisoneröffnung 2019/20 in Straßburg mit Philip Venables Psychosis 4.48

Venables

Die Opéra du Rhin in Strasbourg eröffnet die kommende Spielzeit am 18. September mit Philip Venables 4.48 Psychosis nach Sarah Kanes gleichnamigem Theaterstück in französischer Erstfassung. (siehe Klassikfavori-Rezension der Deutschen Erstaufführung in Dresden) Der britische Komponist war im Januar im Watermill Center in N.Y. zu Gast, eine Gründung Robert Wilsons in Long Island, die ein Laboratorium für Theatermacher, Komponisten und Tänzer sein will. Dort hat Venables mit dem Regisseur der französischen Produktion Ted Huffman an der Erarbeitung seiner nächsten Oper Denis & Katya gearbeitet.

 

Eva Kleinitz, die Generalintendantin der Opéra du Rhin in Strasbourg ist am Donnerstag, den 30. Mai, nach langer Krankheit verstorben.

Foto: Klara beck

Foto: Klara Beck

(31. Mai 2019)
In tiefer Trauer teilt die  Opera national du Rhin mit, dass ihre Intendantin Eva Kleinitz, am Donnerstag den 30.
Mai 2019 nach langer Krankheit verstorben ist.
Eva Kleinitz’ kühne und weltoffene Spielplangestaltung, ihre strahlende und großzügige Menschlichkeit und ihr für alle Mitarbeiter unseres Hauses sehr inspirierender Ehrgeiz haben tiefe Spuren bei all jenen hinterlassen, die das Glück hatten seit ihrer Ernennung im Frühjahr 2016 unter ihrer Leitung zu arbeiten. Auch in ihren früheren Ämtern an der Oper Stuttgart, am Brüsseler Opernhaus La Monnaie / De Munt und bei den Bregenzer Festspielen bestach sie durch ihre Herzlichkeit und ihre berufliche Kompetenz.
Das aufrichtige Beileid der gesamten Opéra national du Rhin und  unser tiefes Mitgefühl gelten Eva Kleinitz’ Angehörigen und ihren Freunden.

Ein kurzer Nachruf von Sabine Weber
Nach einer gemeinsamen Entscheidung des französischen Kulturministeriums, der Städte Straßburg, Mulhouse und Colmar, hat sie 2017 die Nachfolge von Marc Clemeur als Generalintendantin angetreten. Ihre erste Spielzeit 2017/18 hat sie mit Philippe Manourys „Kein Licht“ in Koproduktion mit dem Straßburger Neue Musikfestival und der Ruhrtriennale eröffnet und gleich ein großes Ausrufungszeichen gesetzt. Als dritte Produktion ihrer Spielzeit hat Riccardo Zandonais wenig beachtete Oper Francesca da Rimini eine großartige Produktion in der Regie von Nicola Raab erlebt (siehe Klassikfavori-Interview vom 11. Dezember 2017). Und in der zweiten Spielzeit hat sie mit der Wiederentdeckung von Jacques Offenbachs „Barkouf“ mit Regisseurin Mariame Clément das Offenbach-Jahr vorab eingeleitet. Als stellvertretende Intendantin in Bregenz und in Brüssel verfügte sie über ein großes Wissen und Erfahrungen, die sie als Operndirektorin in Stuttgart vertieft und um Kompetenzen in Frankreich erweitert hat. Mit großem Enthusiasmus hat sie als Frau die Geschicke der französischen Oper nahe der deutschen Grenze übernommen.

Bei der Premierenfeier von „Barkouf“ im letzten Dezember ist sie schon gezeichnet gewesen. Die zweite Ausgabe des von ihr in Strasbourg neu ins Leben gerufenen interdisziplinären Festivals ARSMONDO hat Eva Kleinitz gerade noch hinter sich bringen dürfen. Dieses Jahr mit Argentinien im Fokus. Die erste Ausgabe 2018 ist Japan gewidmet gewesen. Seit Donnerstag trauert Strasbourg.

Nordrhein-Westfalen fördert Oper Dortmund mit 864.651 Euro. Förderprogramm „Neue Wege“ unterstützt Outreachprojekte und Junge Oper

Bild: nn

Foto: M Bigge/Wikimedia Commons

(15. Mai 2019)
Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat gemeinsam mit Michael Schmitz-Aufterbeck, Sprecher der Ständigen Konferenz der Intendanten Nordrhein-Westfalen, und Dr. Christian Esch, Direktor des NRW Kultursekretariats (Wuppertal) und Vorsitzender der Jury, die Juryentscheidung für das erstmals ausgeschriebene Förderprogramm „Neue Wege“ bekanntgegeben. Mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro werden in der ersten Förderrunde 13 kommunale Theater und Orchester für in der Regel drei Jahre unterstützt. Die Mittel fördern die Stärkung und Ausbildung von besonderen Profilen und künstlerischer Qualität. Die Oper Dortmund wird für die Projekte Junge Oper, Biennale Outreachfestival und Bürgeroper mit insgesamt 864.651 Euro gefördert.

Die Oper Dortmund wird durch die Förderung die von Intendant Heribert Germeshausen bei seinem Amtsantritt 2018/19 begonnene Öffnung der Oper in die diverse Stadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts durch den Aufbau eines eigenständigen Ensemble für die Junge Oper, den Ausbau der Bürgeroper und die Verknüpfung der Untersparten und partizipativen Formate um entscheidende Facetten deutlich erweitern.

Wichtiger Bestandteil ist die Gründung eines eigenen Ensembles für die Junge Oper, für die Sänger auswählt werden, die die Vermittlung der Kunstform Oper als Karriereschwerpunkt betrachten und über theaterpädagogische Zusatzqualifikationen verfügen. Damit sollen Inszenierungen produziert und erfolgreiche Produktionen wiederaufgenommen werden, die altersspezifisch fokussiert, die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen thematisieren. Mithilfe einer eigenen Technikerstelle soll das Angebot mobiler Opernproduktionen für Schulen und Kindergärten ganzjährig und unabhängig vom Spielbetrieb im Haupthaus, erheblich ausgebaut werden. Die Oper Dortmund ist damit das erste Opernhaus in NRW und das zweite in Deutschland mit einem eigenen, spezifischen Ensemble für die Junge Oper. Ferner dienen die Mittel dazu, die Attraktivität der erfolgreichen Bürgeroper durch den gezielten Einsatz zusätzlicher Coaches weiter auszubauen. Über biennale Outreachfestivals werden die Aktivitäten der Jungen Oper, der Bürgeroper und weitere partizipative Formate wie die zahlreichen Spielclubs sowie Sitzkissenopern für sehr kleine Kinder miteinander verknüpft.

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