Pressemitteilungen

Die Kölner Offenbach-Gesellschaft präsentiert “Invasion” – ein Tanzstück von Emanuele Soavi nach Motiven aus Offenbachs Operette “Le Voyage dans la lune”

Einen getanzten Menschheitstraum in zeitgenössischer Offenbach-Interpretation hat sich der italienisch-stämmige Kölner Choreograph vorgenommen, der sich von Motiven der Operette “Reise zum Mond” inspirieren und mithilfe zweier Cellisten und elektronischen Klängen musikalisch ins 21. Jahrhundert katapultieren lassen will. Offenbach hat Jules Vernes technisiert durchdachte, dennoch völlig utopischen Mondreisen – es gibt zwei – lustvoll aufgegriffen. Emanuele Soavi will den Raum für Fantasien in einem Set von Plexiglaspanelen öffnen in der Ausstattung von Kostüm- und Modeschneiderin Heike Engelbert. Kollektionsteile ihrer Serie Comme des Garçons beflügeln den Bühnentanz zwischen Utopie und Realität, zwischen Absturz und Abflug, bis die sechs Tänzer’innen mit Soavi berauscht im CanCan-Tempo auf ihrem Mond ankommen.

Die beiden Aufführungstermine finden in der Orangerie, Theater am Volksgarten in Köln statt.
Mittwoch, den 28.08.2019 und
Donnerstag, den 29.08.2019.
Tickets zu 22,00 € / 15,00 € ermäßigt sind zu erhalten:
Tel 0221 952 27 08 / E-Mail info@orangerie-theater.de / Online offticket.de / orangerie-theater.de
Weitere Informationen hier

Das Opernstudio NRW fördert ab der Spielzeit 19.20 Sängerinnen und Sänger am Beginn ihrer Karriere

Das neu gegründete Opernstudio NRW will vor allem einen schonenderen Einstieg in Opernkarrieren anbieten, als das meist der Fall ist. Viel zu oft werden unerfahrene Sängerinnen und Sänger in große Partien geworfen, was den Stimmen nicht selten schadet. Zum Programm des Opernstudios NRW gehören professionelles Coaching und Meisterkurse. Bis zu sieben Sängerinnen und Sänger sowie eine Korrepetitorin oder ein Korrepetitor werden ab der kommenden Spielzeit über die Dauer von maximal zwei Spielzeiten engagiert. Im neuen Opernstudio NRW kooperieren erstmals vier Opernhäuser miteinander. Gemeinsam entwickeln die Oper Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und die Oper Wuppertal ein praxisorientiertes Programm, um jungen Talenten den idealen Karrierestart in der Theaterwelt zu ermöglichen. Mehr Informationen hier!

Das Land NRW und das NRW Kultursekretariat fördern unter dem Motto „Neue Wege“ kommunale Theater und Orchester. 13 Häuser bekommen Profilförderung

Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, Dr. Christian Esch, Direktor des NRW Kultursekretariats, Wuppertal und Michael Schmitz-Aufterbeck, Sprecher der Ständigen Konferenz der Intendanten Nordrhein-Westfalen haben die Projekte ihres erstmals ausgeschriebenen Förderprogramm „Neue Wege“ bekanntgegeben. Mit rund 9,2 Millionen Euro werden ab der nächsten Spielzeit 13 kommunale Theater und Orchester für drei Jahre unterstützt. Wie die Oper gefördert wird?
Das Theater Aachen verstärkt sein Engagement für historische Aufführungspraxis und Opernaufführungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Sinfonieorchester Aachen wird mit eigenen Barockinstrumentarium ausgestattet. Die Barockspezialisierung will das Theater Aachen auch als Chance nutzen, in einen Dialog mit zeitgenössischer Musik zu treten und durch innovative Formate wegweisende Akzente zu setzen.
Die Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld wollen ein junges Publikum für Neues Musiktheater und Konzerte begeistern. Komponist*innen werden mit Musikern der Bielefelder Philharmoniker eigene Kammermusikwerke in öffentlichen Proben vor Studierenden und interessierten Jugendliche erarbeiten. Die praktische Arbeit zwischen Komponist*in, Dirigent*in und Musiker*in bei der Einstudierung Neuer Musik soll authentisch erlebbar werden.
Gelsenkirchen setzt auf Puppentheater und will eine feste Puppentheatersparte am Musiktheater im Revier etablieren! Ab der nächsten Spielzeit werden vier Studierende der Ernst Busch-Hochschule – eine der renommiertesten Ausbildungsstätten für Puppenspielkunst – am MiR nicht nur im Rahmen eines Puppentheater-Studios in Erscheinung treten. Sie sollen auch Operninszenierungen aktiv mitgestalten.
Die Oper Wuppertal intensiviert ihr Projekt Sound der City und hofft auf noch größeren Widerhall in der Stadt. Dortmund trägt Oper mit einer neuen Biennale Outrechafestival in die Stadt und bringt die Bürger mit der Bürgeroper zurück. Siehe auch gesonderte Klassikfavori-Pressemeldung zur Dortmunder Oper weiter unten.
Vollständige Informationen, auch zu den Tanz- und Schauspielprojekten auf der Seite des NRW Kultur Sekretariats Wuppertal.

Opera Europa-Konferenz dieses Jahr in Straßburg und Karlsruhe

Bei der nächsten Opera Europa-Herbstkonferenz vom 24. bis zum 27. Oktober werden sowohl die Opéra national du Rhin in Straßburg als auch das Badische Staatstheater Karlsruhe Gastgeber sein. Die Herbstkonferenz steht unter dem Motto „Building Bridges“ und setzt sich mit der Rolle der Oper in der Gesellschaft auseinander. Offiziell soll ein „World Opera Day“ (auch im Gespräch bei UNESCO) ins Leben gerufen werden. Die Initiative, die Konferenz auf zwei Städte zu verteilen, geht auf die Ende Mai verstorbene Generalintendantin der Oper in Straßburg, Eva Kleinitz, in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Operndirektorin Nicole Braunger zurück. Eva Kleinitz, am 30. Mai verstorben, war von 2013 bis 2017 Präsidentin der Vereinigung Opera Europa.

Sanierung der Bühnen Köln: Aktualisierte Kosten- und Terminprognose

Oberbürgermeisterin Reker: „Ein Meilenstein ist erreicht“

Oper Köln (© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons))

Oper Köln @ Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

(25. Juni 2019) Eine aktualisierte Kosten- und Terminprognose für die Sanierung der Bühnen Köln haben Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Bernd Streitberger, Technischer Betriebsleiter der Bühnen Köln, am heutigen Dienstag, 25. Juni 2019, bei einer Pressekonferenz im Rathaus vorgestellt. Demnach liegen die Kosten für die Sanierung zwischen 554 und 571 Millionen Euro (Prognose 2017: 545 bis 570 Millionen Euro). Die Übergabe der Häuser an Oper und Schauspiel ist für das zweite Quartal 2023 (Prognose 2017: viertes Quartal 2022) vorgesehen. Die Planer-Teams hatten Ende Mai 2019 die geheilte Entwurfsplanung der haustechnischen Gewerke vorgelegt.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigt sich erleichtert, dass die prognostizierten Kosten sich nach wie vor in dem schon 2017 genannten Rahmen bewegen. „Darin sehe ich ein wichtiges Signal, dass die Kostenplanung verlässlich ist – auch wenn die im Raume stehenden Summen weiterhin enorme Dimensionen haben“, so Reker. Und weiter: „Was schmerzt, ist die um ein halbes Jahr verzögerte Übergabe des sanierten Gebäudekomplexes. Die von den Bühnen vorgebrachte Begründung hat mich allerdings überzeugt und ich möchte die für die Sanierung Verantwortlichen ermutigen, weiterhin so klar, besonnen und transparent auch mit schwierigen Nachrichten umzugehen.“

Bernd Streitberger stellt fest: „Dieser Planungsprozess war für alle Beteiligten ein Kraftakt, bei dem uns noch einmal die enormen technischen Herausforderungen der Bühnensanierung vor Augen geführt wurden. Am Ende wurden mehr als 5.000 Dokumente und Pläne zu den rund 2.300 Räumen von den Planungsteams vorgelegt. Diese sind nun vom Bauteam der Bühnen, vom Planungskoordinator, vom Projektsteuerer, vom Objektüberwacher und vom koordinierenden Architekten geprüft. Zentrale Genehmigungsfragen waren bereits vor der Abgabe von den Planern direkt mit den Sachverständigen abgestimmt worden.“ Streitberger kündigt an: „Die Prüfung der Details und Plankorrekturen werden uns noch bis in den Spätsommer 2019 begleiten, darum können wir heute nur ausgewählte Planungsbeispiele vorstellen.“

Streitberger unterstreicht: „Wichtig war uns, dass wir in Sachen Kosten und Termine schnellstmöglich Sicherheit gewinnen. Das ist uns trotz nach wie vor vorhandener kleiner Prognoseanteile in den vorgestellten Zahlen gelungen. Auf der Kostenseite sehen wir uns durch die Planung in unserem Prognoseansatz von 2017 bestätigt. Mit der notwendigen Projektverlängerung um zwei Quartale haben wir uns lange und intensiv auseinandergesetzt. Uns ist bewusst, was die Verlängerung für die Stadt, unser Publikum und die Bühnen selbst bedeutet. Realistisch betrachtet und mit Blick auf die nun geplanten noch anstehenden Maßnahmen führt aber leider kein Weg an dieser Verlängerung vorbei“, bilanziert Streitberger. Eine Verzögerung um ein zusätzliches Quartal gegenüber der Prognose von 2017 resultiert aus der Verlängerung der Planung, die im weiteren Projektverlauf nicht zu kompensieren ist. Weitere drei Monate werden für Bauausführung und Inbetriebnahmen notwendig.

Streitberger ordnet den Abschluss der erweiterten Entwurfsplanung in den Gesamtzusammenhang der Bühnensanierung ein: „Wenn die Planprüfung mit allen Details hinter uns liegt, haben wir das Projekt auf ein neues Fundament gestellt: Annahmen können durch Daten ersetzt werden, Prognosen durch Fakten. Wir kennen die zu bewältigenden Herausforderungen nun genau, die planerischen Risiken sind damit signifikant gesunken. Und doch ist das Ende dieser Phase zwar ein wichtiger, aber eben auch nur ein weiterer Schritt Richtung Wiedereröffnung. In den nächsten Phasen erwarten uns neue, andere Herausforderungen mit den entsprechenden Risiken: Die notwendigen Vergaben im Bereich der Haustechnik, an denen wir bereits arbeiten, die Ausführungsplanung und letztlich die Bauphase selber möchte ich hier nur exemplarisch anführen. Mein Team und ich, die Planer und die ausführenden Firmen werden auch diese Hürden nehmen.“

Oberbürgermeisterin Henriette Reker bedankt sich bei allen Beteiligten. „Mit dem Abschluss der Entwurfsplanung haben wir einen Meilenstein erreicht. Es gibt fast kein Großprojekt, bei dem die Planung der Haustechnik nicht für Verzögerung und Kostensteigerungen sorgt. Mir fällt ein großer Stein vom Herzen, dass wir diese schwierige Aufgabe nun bewältigt haben, auch wenn mit der Ausführungsplanung eine weitere komplizierte Planungsphase noch vor uns liegt. Mein Respekt gilt allen Beteiligten, die tagtäglich dazu beitragen, dass Oper und Schauspiel in absehbarer Zeit endlich wieder an den Offenbachplatz zurückkehren können – ohne weitere Kostenexplosionen und nennenswerte zeitliche Verzögerungen.“

Die Verwaltung wird dem Rat der Stadt Köln zum nächstmöglichen Termin vorschlagen, die Interimsquartiere Staatenhaus und Depot weiter zu nutzen. Entsprechende Optionen sind in den bestehenden Verträgen vorgesehen.

Elke Heidenreich bei Opernwelt-Dialoge in der Oper Dortmund

Samstag, 29. Juni 2019, im Opernfoyer

(19. Juni 2019) Jungbrunnen oder Silbersee – Wie sieht das (Opern)Publikum der Zukunft aus? Darüber diskutieren die Publizistin Elke Heidenreich, die Regisseurin Nadja Loschky, die Mezzosopranistin Hanna Schwarz, der Kulturmanagement-Experte Klaus Siebenhaar und Dortmunds Opernintendant Heribert Germeshausen mit dem Opernwelt-Redakteur Albrecht Thiemann am Samstag, 29. Juni 2019, um 15 Uhr im Foyer des Dortmunder Opernhauses. Die Podiumsdiskussion der Fachzeitschrift Opernwelt findet in Kooperation mit der Oper Dortmund statt.

Grafik: Oper Dortmund

Grafik: Oper Dortmund

Selbst große Opernhäuser können sich nicht mehr darauf verlassen, dass das Publikum von selbst kommt. Die Statistik zeichnet ein beunruhigendes Bild: Fast eine Million Besucher hat das Musiktheater in Deutschland zwischen 2001 und 2017 verloren. Im gleichen Zeitraum sind die Kosten drastisch gestiegen, heute fließen ein Drittel der Kulturausgaben der Kommunen, der Länder und des Bundes in die Pflege der (klassischen) Musik- und Theaterlandschaft.

„Jungbrunnen oder Silbersee?“ – das Theaterpublikum von morgen ist das Thema der dritten Ausgabe der Opernwelt-Dialoge: Für das von Opernwelt-Redakteur Albrecht Thiemann moderierte Podium am 29. Juni 2019 an der Oper Dortmund haben die Publizistin Elke Heidenreich, die Regisseurin Nadja Loschky, die Mezzosopranistin Hanna Schwarz, der Kulturmanagement-Experte Klaus Siebenhaar und Dortmunds Opernintendant Heribert Germeshausen zugesagt.

Welche Menschen es heute in die Oper (oder zu Tanz und Schauspiel) zieht, aus welchen Motiven und mit welchen Erwartungen – allein das ist eine weitgehend offene Frage. Belastbare Daten sind Mangelware, weil die Forschung in der Regel eher Künstler und Werke als deren „Konsumenten“ unter die Lupe nimmt. Doch eines steht fest: Ohne Neugierige, die das Musiktheater als einen Ort wahrnehmen, an dem sich Vergangenes und Gegenwärtiges in unüberbietbarer Ausdrucksfülle mischen, würde die komplexeste aller Kunstformen aussterben.

Der Eintritt ist frei!

Elbphilharmonie, Opernhaus Oslo, Kulturpalast Dresden, Theater Heidelberg:
Verantwortliche spektakulärer Kulturbauten diskutieren im Kölner MAKK am 18. Juni 2019 um 19 Uhr.

Dresdener Kulturpalast: der neue Konzertsaal (Foto: Markenfotografie=

Der neue Konzertsaal im Dresdener Kulturpalast (Foto: Markenfotografie)

Die letzten beiden Abende im Rahmenprogramm von „GROSSE OPER – VIEL THEATER“ führen Verantwortliche von vier der spektakulärsten Kulturbauprojekte der letzten Jahre ins Museum für Angewandte Kunst Köln. Am 4. Juni ging es um die Elbphilharmonie Hamburg und das Opernhaus Oslo, es sind Neubauten, die zeitgleich mit ihrer Eröffnung zum Wahrzeichen ihrer Städte wurden. Auch, weil sie außer ihrer unmittelbaren Funktion als Kulturbau zugleich öffentlich zugänglicher Raum sind. (Siehe Klassikfavori-Kritik)

Am Dienstag, dem 18. Juni soll es um die Frage Sanierung oder Neubau gehen. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera? Sanierungen gehen zwangsläufig mit dem Risiko unvorhergesehener Komplikationen einher und setzen den Optimierungsmöglichkeiten Grenzen. Neue Bühnenbauten sind zunächst einmal geschichtslose Orte, die sich ihre Bedeutung in der Stadt erst schaffen müssen. Sind Bauten, die beides sind, eine Kombination der Nachteile oder entsteht daraus eine besondere Qualität? Der Dresdner Kulturpalast und das Theater Heidelberg stehen im Fokus, Häuser, die saniert und erweitert wurden.

Christian Hellmund, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Felix Waechter, Waechter + Waechter Architekten

Moderation: Andrea Jürges / Yorck Förster (Deutsches Architekturmuseum)

Das Publikum erwartet nach einem Impuls-Referat eine moderierte Diskussion, bei der es eingeladen ist, sich aktiv zu beteiligen.
Di 18. Juni 2019, 19 Uhr
Overstolzen-Saal, MAKK
An der Rechtsschule 50667 Köln
EINTRITT FREI

Saisoneröffnung 2019/20 in Straßburg mit Philip Venables Psychosis 4.48

Venables

Die Opéra du Rhin in Strasbourg eröffnet die kommende Spielzeit am 18. September mit Philip Venables 4.48 Psychosis nach Sarah Kanes gleichnamigem Theaterstück in französischer Erstfassung. (siehe Klassikfavori-Rezension der Deutschen Erstaufführung in Dresden) Der britische Komponist war im Januar im Watermill Center in N.Y. zu Gast, eine Gründung Robert Wilsons in Long Island, die ein Laboratorium für Theatermacher, Komponisten und Tänzer sein will. Dort hat Venables mit dem Regisseur der französischen Produktion Ted Huffman an der Erarbeitung seiner nächsten Oper Denis & Katya gearbeitet.

 

Eva Kleinitz, die Generalintendantin der Opéra du Rhin in Strasbourg ist am Donnerstag, den 30. Mai, nach langer Krankheit verstorben.

Foto: Klara beck

Foto: Klara Beck

(31. Mai 2019) In tiefer Trauer teilt die  Opera national du Rhin mit, dass ihre Intendantin Eva Kleinitz, am Donnerstag den 30.
Mai 2019 nach langer Krankheit verstorben ist.
Eva Kleinitz’ kühne und weltoffene Spielplangestaltung, ihre strahlende und großzügige Menschlichkeit und ihr für alle Mitarbeiter unseres Hauses sehr inspirierender Ehrgeiz haben tiefe Spuren bei all jenen hinterlassen, die das Glück hatten seit ihrer Ernennung im Frühjahr 2016 unter ihrer Leitung zu arbeiten. Auch in ihren früheren Ämtern an der Oper Stuttgart, am Brüsseler Opernhaus La Monnaie / De Munt und bei den Bregenzer Festspielen bestach sie durch ihre Herzlichkeit und ihre berufliche Kompetenz.
Das aufrichtige Beileid der gesamten Opéra national du Rhin und  unser tiefes Mitgefühl gelten Eva Kleinitz’ Angehörigen und ihren Freunden.

Ein kurzer Nachruf von Sabine Weber

Nach einer gemeinsamen Entscheidung des französischen Kulturministeriums, der Städte Straßburg, Mulhouse und Colmar, hat sie 2017 die Nachfolge von Marc Clemeur als Generalintendantin angetreten. Ihre erste Spielzeit 2017/18 hat sie mit Philippe Manourys „Kein Licht“ in Koproduktion mit dem Straßburger Neue Musikfestival und der Ruhrtriennale eröffnet und gleich ein großes Ausrufungszeichen gesetzt. Als dritte Produktion ihrer Spielzeit hat Riccardo Zandonais wenig beachtete Oper Francesca da Rimini eine großartige Produktion in der Regie von Nicola Raab erlebt (siehe Klassikfavori-Interview vom 11. Dezember 2017). Und in der zweiten Spielzeit hat sie mit der Wiederentdeckung von Jacques Offenbachs „Barkouf“ mit Regisseurin Mariame Clément das Offenbach-Jahr vorab eingeleitet. Als stellvertretende Intendantin in Bregenz und in Brüssel verfügte sie über ein großes Wissen und Erfahrungen, die sie als Operndirektorin in Stuttgart vertieft und um Kompetenzen in Frankreich erweitert hat. Mit großem Enthusiasmus hat sie als Frau die Geschicke der französischen Oper nahe der deutschen Grenze übernommen.

Bei der Premierenfeier von „Barkouf“ im letzten Dezember ist sie schon gezeichnet gewesen. Die zweite Ausgabe des von ihr in Strasbourg neu ins Leben gerufenen interdisziplinären Festivals ARSMONDO hat Eva Kleinitz gerade noch hinter sich bringen dürfen. Dieses Jahr mit Argentinien im Fokus. Die erste Ausgabe 2018 ist Japan gewidmet gewesen. Seit Donnerstag trauert Strasbourg.

Nordrhein-Westfalen fördert Oper Dortmund mit 864.651 Euro. Förderprogramm „Neue Wege“ unterstützt Outreachprojekte und Junge Oper

Bild: nn

Foto: M Bigge/Wikimedia Commons

(15. Mai 2019) Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat gemeinsam mit Michael Schmitz-Aufterbeck, Sprecher der Ständigen Konferenz der Intendanten Nordrhein-Westfalen, und Dr. Christian Esch, Direktor des NRW Kultursekretariats (Wuppertal) und Vorsitzender der Jury, die Juryentscheidung für das erstmals ausgeschriebene Förderprogramm „Neue Wege“ bekanntgegeben. Mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro werden in der ersten Förderrunde 13 kommunale Theater und Orchester für in der Regel drei Jahre unterstützt. Die Mittel fördern die Stärkung und Ausbildung von besonderen Profilen und künstlerischer Qualität. Die Oper Dortmund wird für die Projekte Junge Oper, Biennale Outreachfestival und Bürgeroper mit insgesamt 864.651 Euro gefördert.

Die Oper Dortmund wird durch die Förderung die von Intendant Heribert Germeshausen bei seinem Amtsantritt 2018/19 begonnene Öffnung der Oper in die diverse Stadtgesellschaft des 21. Jahrhunderts durch den Aufbau eines eigenständigen Ensemble für die Junge Oper, den Ausbau der Bürgeroper und die Verknüpfung der Untersparten und partizipativen Formate um entscheidende Facetten deutlich erweitern.

Wichtiger Bestandteil ist die Gründung eines eigenen Ensembles für die Junge Oper, für die Sänger auswählt werden, die die Vermittlung der Kunstform Oper als Karriereschwerpunkt betrachten und über theaterpädagogische Zusatzqualifikationen verfügen. Damit sollen Inszenierungen produziert und erfolgreiche Produktionen wiederaufgenommen werden, die altersspezifisch fokussiert, die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen thematisieren. Mithilfe einer eigenen Technikerstelle soll das Angebot mobiler Opernproduktionen für Schulen und Kindergärten ganzjährig und unabhängig vom Spielbetrieb im Haupthaus, erheblich ausgebaut werden. Die Oper Dortmund ist damit das erste Opernhaus in NRW und das zweite in Deutschland mit einem eigenen, spezifischen Ensemble für die Junge Oper. Ferner dienen die Mittel dazu, die Attraktivität der erfolgreichen Bürgeroper durch den gezielten Einsatz zusätzlicher Coaches weiter auszubauen. Über biennale Outreachfestivals werden die Aktivitäten der Jungen Oper, der Bürgeroper und weitere partizipative Formate wie die zahlreichen Spielclubs sowie Sitzkissenopern für sehr kleine Kinder miteinander verknüpft.

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